content="Peter Mangold - Ein nicht ganz ernst gemeinter Lebenslauf">

 

 

Peter-Michael Mangold

Peter-Michael Mangold 

Peter-Michael Mangold

Geboren bin ich in Schwäbisch Gmünd, einer Stadt im Remstal östlich von Stuttgart, deren Umland seit der Stauferzeit mit Burgen und Ruinen reich gesegnet ist. Wie es diese eher verschlafene Region geschafft hat, vom (jetzt leider nicht mehr existenten) Süddeutschen Rundfunk (SDR3) zur "wildesten Region im wilden Süden" erklärt zu werden, wird ewig im Nebel der Geschichte verborgen bleiben.

Meine Eltern führten hier ein mittelständisches Textilhaus, in dem ich früh zwei wichtige Lebensregeln verinnerlichte: "Nur der Ehrliche gewinnt auf Dauer" und "Wenn man etwas verschenkt, dann kann der andere kein Skonto mehr abziehen!". Nun, seit dem Buch von Ulrich Wickert und dem Ausgang der Spenden-Affäre scheint sich beides zu relativieren.

Das tagtägliche Beispiel aus Ein- und Verkauf hat mein Leben zweifellos geprägt und eine tiefe Beziehung zu Mode und schönen Stoffen geschaffen, so dass der Versuch, mit einem Jurastudium an bestehende Familientraditionen anzuknüpfen, (im Nachhinein) ein zum Glück rechtzeitig erkannter Irrweg war.

Berlin und Tübingen lauteten die studentischen Stationen einer "Jugendsünde", die in der Erkenntnis mündete, dass Recht und (zumindest mein) gesunder Menschenverstand heutzutage leider unvereinbar scheinen.

Eine anschließende zweijährige Lehrzeit beim Vater ("Zuerst wird gelernt, wie man einen Boden aufwischt") vertrieb alle Flausen und führte durch eine harte Schule des Verkaufens. (Einen BH als Mann zu verkaufen ist eher peinlich, denn pikant !). Zweihundert Mark betrug damals mein Monatsgehalt und ich bin nie wieder so reich gewesen.

Als "Substitut für Anzüge" beim größten Stuttgarter Herrenausstatter schaffte ich, wider alle Warnungen des Elternhauses ('Ha Bua, dô gôsch onder'), den Sprung in die schwäbische Hauptstadt. Das Intermezzo währte ein Jahr und ich bin den Kollegen lange Jahre als guter Kunde verbunden geblieben.

Die nächsten Jahre verbrachte ich mit dem weltweiten Import von Frottierwaren und Badematten. Das Aufgabengebiet war umfassend und interessant und gipfelte in einem legendären Telefongespräch mit einem Hausmeister einer Frottierweberei in Bangladesch: er sprach Bengalisch, ich Englisch und schwäbisch, wir verstanden uns prächtig, die Einheiten klickerten munter, die Verständigung war perfekt, die Völkerfreundschaft blühte, ... nur der Auftrag ging natürlich in die Hose.

Den ersten Kontakt zur EDV brachte dann meine Tätigkeit als Leiter eines Versandhandels für Omnibuszubehör beim WBO. Die gesamte Auftragsbearbeitung erfolgte (bereits im Jahre 1984) schon mit professioneller Soft- und Hardware!

Nach 5 Jahren folgte ich den Lockungen den EDV-Branche, zuerst als reiner Vertriebsleiter für touristische Software und Hardwaresysteme (SINIX), dann folgten die ersten Seminare und Einweisungen.

Bei der nächsten Software-Generation war ich dann sogar mit der Produktion betraut ('Der Krieg ist zu wichtig, um ihn den Generälen zu überlassen') und eines Tages konnte ich stolz feststellen, dass einige der grössten privaten Touristiker in Deutschland mit Software aus meiner Feder erfolgreich agierten.

Im privaten Bereich hat sich die EDV-Welt natürlich über die bekannten Entwicklungsstufen eingeschlichen: Neugier, Spielen, Spielsucht, Spielgier, Basteln, Probieren, Programmieren, Homepage, wobei der private Zeitaufwand mittlerweile auf ein sehr akzeptables Maß gesunken ist. (Manche behaupten, es seien nur drei Entwicklungsstufen möglich: Ich wills, ich habs, ich habs satt)

Größeres Interesse widme ich dem Kochen, Essen und Trinken, den touristisch weniger beleckten Landstrichen Italiens, sowie dem Lesen und der Musik. Als gelernter und überzeugter Schwabe ist es mir ein Anliegen, dass die vielen Rezepte der Großmütter nicht in Vergessenheit geraten. (Die Großväter haben alle nicht gekocht, höchstens vor Wut, wenn das Essen nicht Punkt 12 Uhr auf dem Tisch stand)

Merkwürdigerweise erlauben sich heute nur noch Spitzenlokale den Luxus, urschwäbische Gerichte wie 'Gaisburger Marsch' ,Maultaschen, 'Saure Nierle'  oder 'Nonnafürzle' auf die Karte zu setzen, so dass man privat sehr viel Zeit in Basisarbeit investieren muss.

Immer mehr Raum gewinnt die Umsetzung der Erkenntnisse von Nicolai Worm und Michel Montignac in meiner Kochweise. Es macht Spaß, ständig neue leichte Gerichte mit niedrigem GI zu kreieren. Kleiner Tipp am Rande: Wenn Sie gerade Ihre zehnte Diät mit 3 Kilo Gewichtszuwachs hinter sich gebracht haben, dann rate ich dringend, sich mal im Internet mit dem Geheimnis des 'Glykämischen Index' vertraut zu machen.

Seit einigen Jahren schlägt mein Herz für kompromisslos natürliche Dinge, egal ob das die grüne Biokiste ist, oder aber die einzigartigen frischen Pflegeprodukte von RINGANA, einer kleinen Manufaktur im österreichischen Hartberg in der Steiermark.
 
Wer mehr darüber erfahren möchte, wird auf einer 'anderen Seite' von mir fündig. Willkommen bei 100% Natur und Wirkung!

Da mir ein trockener deutscher Riesling oder ein kräftiger roter Barrique-Wein aus Spanien über alles geht, gibt mir ein gut gefüllter Weinkeller stets ein beruhigendes Gefühl. Im Wein liegt halt die Wahrheit, wer sie noch sucht, dem sei ein Besuch bei meinem Freund Kai-Uwe Lehmann in der 'Kleinen Weinakademie' in Stuttgart empfohlen. 

Leider komme ich an keiner Buchhandlung vorbei, ohne ein weiteres Buch zu kaufen (und die überfüllte Bibliothek weiter zu füllen). Neben den üblichen Romanen und Thrillern, habe ich ein unstillbares Interesse an Geschichten über Schlachtschiffe, Kreuzer und U-Boote aus dem 2. Weltkrieg. Nachdem ich schon auf einer kleinen Neckarfahrt seekrank werde, wundere ich mich immer wieder selbst über dieses Hobby...

Der sportliche Ausgleich besteht aus Nordic Walking und (nicht immer sehr geliebt) aus Gartenarbeit. Neuerdings bin ich (meiner Frau zuliebe) auf den Hund gekommen: Zwei Whippets haben mein Leben völlig umgekrempelt und verschafft mir den nötigen Schweinehund, auch an verregneten Tagen vor die Türe zu gehen.

So bleibt zu hoffen, dass private und berufliche Zufriedenheit noch lange währen und ansonsten gilt, wie man hierzulande sagt:

"Haubdsach a guads Läba ond im Himmel a Wei'-Wirtschäfdle."

 

 
 

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peter-michael mangold - stuttgart

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