Bis vor einigen Jahren war ich ganz sicher: ich mag keine Hunde, denn ich mag Katzen. Dann begann das Abenteuer Hund und mittlerweile bin ich ganz und gar auf den Hund gekommen.

Als meine Frau mich erstmals zu einer Züchterin ’schleppte’ und ich bemüht war, einen guten Eindruck zu erwecken, um meiner Frau den Traum vom Whippet (was sind das denn für Tiere ??) nicht zu vermiesen, da rannten mich schon an der Türe zwei merkwürdige langbeinige Wesen um, warfen mich vor lauter Begeisterung auf den Rücken und begannen mich unter Rollen der rehartigen Augen begeistert abzulecken. Mmhh??

Von den versprochenen katzenartigen Eigenschaften konnte ich absolut nichts erkennen. Immerhin traf ich mit meinem Wunsch (helles Fell und ein Mädchen) nicht auf stringente Ablehnung ..

Einige Monate später, der Wurf war da (lauter Mädchen, darunter zwei mit hellem Fell) krabbelte mir (ich schwöre, es war so ..) eines der hellen Mädchen auf den Schoß, rollte die rehgleichen Augen und sich dazu auf den Rücken und dämmerte seelig weg.

Der Rest ist Geschichte..

Mittlerweile bin ich sicher:
Du kannst keinen Whippet suchen, aber Du kannst einen Whippet finden - wenn Du bereit dafür bist! 
Anscheinend war ich es, denn inzwischen lebt auch noch Chillis Halbbruder Flloyd bei uns ..

Chilli (bürgerlich: A.Leigh Fly Till Dawn))

Unsere junge Whippet-Hündin ist der einzige echte Nicht-Schwabe in der Familie. Die ersten Lebenswochen hat sie in Hessen verbracht, aber fühlt sich nun auch in Stuttgart ganz offensichtlich wohl.

Chilli

Herrchen hat den Hund mal so beschrieben:

"Inzwischen ist Chilli manchmal der Hund meiner Frau, oft unser Hund, und noch öfter mein Hund, ein Wesen, wie eine Katze, oft liebevoll, dann aber auch unnahbar, eigenwillig, und doch bestrebt sich Frauchen und Herrchen anzupassen, verfressen ohne Ende, und doch manchmal ein Genießer des kleinen Brockens, nicht zum Spielen zu verführen und dann wieder ein knurrender und schwanzwedelnder Irrwisch, faul wie die Sünde herumliegend und dann blitzschnell wie ein Pfeil auf der Wiese, nicht zum Gassi gehen zu bewegen und sich dann doch wohlig im Schnee wälzend, ein Teufel, der Dich keines Blickes würdigt und sich dann in der Nacht heimlich in deine Kniekehlen kuschelt, ein Gourmet, der ein Apfelstückchen wie eine spirituelle Geste empfängt und dann einen dicken Kalbsknochen in Sekundenschnelle schmatzend verschlingt, ein Bündel Muskeln mit Augen, das mich beim Schreiben beobachtet und mich fragen lässt, was ein angeblich Nichtdenkender jetzt wohl denkt ..."

Zu RINGANA hat Chilli ein eher zwiespältiges Verhältnis. Zwar bleiben Frauchen und Herrchen auch am ungemütlichsten Wintertag dank der tollen RINGANA-Produkte vor Erkältungen verschont, aber ein Bad mit dem RINGANA-Shampoo nach ausgiebigem Schlammwälzen wird stets als große Zumutung empfunden.

"Hauptsache ein voller Napf und ein weiches Körbchen!"
(Chilli)

Flloyd (eigentlich B. LLoyd Fly Till Dawn) 

Der kleine Whippet-Rüde ist eigentlich ein echter Tierschutzfall gewesen, da ihn seine Vorbesitzer im zarten Alter von nur 9 Monaten an die Züchterin zurückgegeben haben.  

Flloyd

So rührte er vom ersten Moment an unser Herz – mager bis auf die Knochen, aber überaus zärtlich, total verspielt und sehr verschmust – ein echter Whippet-Traum. 

Nur das Alleinsein fällt, was ja auch zu verstehen ist, hat er doch große Angst, wieder sein Zuhause zu verlieren.

Flloyd kann rennen für zwei, fressen für drei und seine Liebe zu den Menschen ist geradezu grenzenlos. 

So lehrt er uns jeden Tag aufs Neue, wie schön die einfachen Dinge des Lebens sind und das bringt einen demutsvoll so manches Mal wieder auf den Boden der Tatsachen.

Unsere Chilli war zugegebenermaßen anfangs nicht begeistert von ihrem lebhaften, quirligen Halbbruder, akzeptiert ihn mittlerweile. 

Lenkt er doch gnädigerweise unsere Aufmerksam- keit zumindest zeitweise von ihr ab, so dass ihr mehr Zeit für genüssliches Rumlümmeln im Bett und weitere Unarten bleibt!

Unarten, die Flloyd natürlich binnen 3 Tagen auch drauf hatte, aber für die man dem verschmusten Kerl irgendwie nie böse sein kann. 

"Noch irgendwas zu Essen übrig?"
(Flloyd)